Theaterprojekt 8ab: Der Hauptmann von Köpenick
Die Klassen 8a und 8b der Melibokusschule Alsbach haben für die Inszenierung des „Hauptmann von Köpenick“ Pate gestanden. Das heißt: Sie haben im November und Dezember immer wieder Proben besucht und mit Mitgliedern des Theaters über das Stück und den Stand der Proben diskutiert. Dafür hatten sie aber auch die Aufgabe, selber praktische Beiträge zu leisten, wie z. B. Interviews mit dem Regisseur Malte Kreutzfeldt und dem Hauptdarsteller Andreas Manz zu führen.
Der folgende Bericht beschreibt, wie unsere Patenklassen die Offene Probe zu dieser Inszenierung empfunden haben, für die sie einige Interviews mit den Zuschauern geführt haben.
„Das Darmstädter Staatstheater hat eine ganz besondere Einrichtung, die Offene Probe. Das ist im Theater so etwas wie ein Trailer im Kino oder im Fernsehen: Den Theaterbesucher/innen soll ein Stück schmackhaft gemacht werden. An solch einer Probe nahmen wir, Schülerinnen und Schüler der achten Gymnasialklassen der Melibokusschule in Alsbach, als Patenklassen teil und wollten von den Zuschauern erfahren, was sie von dem Stück hielten.
Zunächst fragten wir danach, ob ihre Erwartungen an eine Probe erfüllt worden seien. Die Antworten waren überwiegend positiv. Eine typische Antwort war: „Meine Erwartungen wurden erfüllt, ja sogar übertroffen.“ Wir konnten feststellen, dass diese Offene Probe mit dem Regisseur Malte Kreutzfeldt allgemein gut ankam, kritisiert wurde aber, dass das Mädchen, det Liesken, zu leise sprach.
Der Regisseur hatte jedoch schon in der Probe darauf reagiert, indem er dem Publikum erklärte, dass es im Moment erst einmal wichtig sei, dass das Mädchen authentisch wirke. Das Problem mit der Stimme würde sich in den nächsten Proben schon lösen. Die befragten Zuschauer waren da wohl eher skeptisch. Wir jedenfalls sind gespannt auf diese Szene, bei der auf der Bühne nur das Krankenbett mit weißen Kissen und Decken steht. Die zweite Szene, die an diesem Abend geprobt wurde, spielte in der Zuchthauskapelle in Sonnenburg. Sie wurde mit vielen Strafgefangenen, die hinter Nähmaschinen sitzen, sehr lustig dargestellt und kam bei allen befragten Zuschauern gut an.
Auf unsere Frage, was die Zuschauer für sich persönlich aus dieser Probe mitnähmen, möchten wir folgende Antworten zitieren: „Ich habe erfahren, dass die Deutschen früher sehr hörig waren," -„ Es ist einfach eine tolle Erfahrung, einmal bei einer Probe dabei gewesen zu sein." „Ich weiß jetzt, dass ich auf jeden Fall öfter ins Theater gehen werde!"
Natürlich wollten wir auch wissen, ob die Anwesenden 81 das Stück vorher schon kannten (Buch / Film). Nur ganz wenigen Probebesuchern war das Stück unbekannt. Von dem Autoren Carl Zuckmayer hatten schon alle gehört. Die Besetzung mit den ausgewählten Schauspielern fanden alle gelungen, besonders Wilhelm Voigt (Andreas Manz) schien allen zu gefallen. Vielen Zuschauern fiel auch der gute Ton auf, der zwischen den Schauspielern und dem Regisseur Malte Kreutzfeldt herrschte.
Jedenfalls ist die Vorfreude bei vielen der Befragten groß, denn sie wollen sich die Premiere anschauen. Wir, die Patenklassen des Stückes können nur sagen: „Der Hauptmann von Köpernick ist klasse, super klasse!“






